Lokaler Aktionsplan Fredenberg
An der Erstellung des Lokalen Aktionsplanes Fredenberg waren beteiligt: Stadt Salzgitter Referat Stadtumbau und Soziale Stadt, Stadtbüro Fredenberg, Arbeiterwohlfahrt Salzgitter, Fredenberg Forum e.V., Diakonie Salzgitter, Berufsfortbildungswerk Bfw Salzgitter, Pro Ausbildung Schulung Service GmbH (Pro Ass) und die Berufsbildenden Schulen BBS Fredenberg.
Der lokale Aktionsplan steht in engem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Integrierten Handlungskonzept Soziale Stadt Fredenberg.
Durch "STÄRKEN vor Ort" können zusätzliche Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gefördert werden, die benachteiligten Menschen zugute kommen. Diese Maßnahmen sollen dabei insbesondere die Integration und damit die Gemeinschaft am Fredenberg fördern.
Ziele
Umsetzung der Ziele
Beteiligung
Netzwerke
Ziele
Als Fazit aus der Teilnahme am Vorläuferprogramm sollen verstärkt handlungsorientierte Lernprojekte für Jugendliche und Frauen angeboten werden, die ihre beruflichen Entwicklungsperspektiven in zukunftsträchtigen Berufen verbessern helfen:
- Benachteiligte Jugendliche sollen dabei ihre Möglichkeiten ausschöpfen. So sollen z.B. Jugendliche mit Migrationshintergrund Selbstständigkeit und eigenverantwortliche Handlungsräume erproben, um ihre Ausbildungschancen zu erhöhen.
- Frauen mit Migrationshintergrund u. deren Angehörige sollen konkrete Integrationshilfen und damit einen niedrigschwelligen Zugang zum Arbeits- und Beschäftigungsmarkt erhalten.
- Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sollen ein breiteres Spektrum von technischen Varianten der Arbeitswelt kennen lernen.
Um eine bestmögliche Unterstützung der jungen Menschen und Frauen zu erzielen, sollen auch bestehende Förderangebote eingebunden werden. So werden einzelne Zielgruppen auch durch laufende Bundesprogramme des BMFSFJ durch den Fachdienst Jugend unterstützt. Mit dem Programm 2. Chance wurde z.B. der Seilgarten Fredenberg genutzt, zudem bestehen Kooperationsvereinbarungen zur Hauptschule Am Fredenberg. Zielgruppe sind hier 10-14jährige Schüler/innen, die nicht durch „STÄRKEN vor Ort“ gefördert werden können. Das Programm Familie mit Zukunft sowie die Sprachförderung initiiert in den Kindertagesstätten am Fredenberg z.B. Elterncafe, Elternbildung oder die Förderung von Bildungsanreizen für unter 3jährige. Das Projekt Rucksack unterstützt hier die Förderung der deutschen Sprache bei Eltern mit Migrationshintergrund.
Die Beschäftigungsträger Bfw, Pro Ass und die BBS Fredenberg verstärken durch die Zusammenarbeit mit der ARGE und der Agentur für Arbeit im Bereich beruflicher Bildung ihre Bemühungen um Integration der Adressaten.
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Umsetzung der Ziele
Handlungskonzept
Drei aufeinander bezogene Handlungsfelder werden verfolgt:
- Kulturation
- Gelingende Berufsbiografien (Übergang Schule Beruf)
- Zukunftsträchtige Arbeit
Durch die Einbindung in ein städtisches Gesamtkonzept (Kooperation mit ARGE, Arbeitsagentur, Wirtschaftsunternehmen und Bildungsträgern) wird ein nachhaltiger Erfolg für die Förderperioden angestrebt. Dabei arbeiten die Bildungs- und Beschäftigungsträger (BBS Fredenberg, Bfw, PRO ASS und VHS) eng mit den Gemeinwesenträgern (AWO, Fredenberg Forum e.V. und Diakonietreff Fredenberg) zusammen.
Wie im Vorgängerprogramm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“, erfolgt die Förderung der Mikroprojekte zu 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Die ESF-Regiestelle, Servicestelle STÄRKEN vor Ort, ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die bundesweite Koordination des Programms zuständig.
1. Kulturation
Für Jugendliche mit Migrationshintergrund und Zuwanderinnen werden Maßnahmen entwickelt, die ihren unmittelbaren Lebenszusammenhang kulturell ansprechen. Ausgebildete Kulturlotsen (interkulturelle Konfliktschlichter) werden deshalb in die Projekte einbezogen:
- Abbau von Hemmnissen zur Aufnahme/Wiederaufnahme von Arbeitsverhältnissen. Durch Sprachkurse, Bewerbungstraining, Beratung (Schuldnerberatung, Familienberatung, Migrationsberatung usw.), Integrationscoaching sowie die Einbindung in die Angebotsstruktur der Gemeinwesenträger sollen die Inhalte so gestaltet werden, dass sie über einen Zeitraum von ca. 3 Jahren aufeinander aufbauen.
- Fähigkeiten und Erfahrungen von Frauen im Bereich Kindererziehung, bzw. pädagogische Kenntnisse werden aufgegriffen. Diese Frauen werden zur Familienhelferin qualifiziert.
- Kernkompetenzen werden gefördert, die z.B. Aussiedlerinnen in das Gemeinwesen einbringen können (Mittagstisch für Kinder, Textilwerkstatt, etc.)
2. Gelingende Berufsbiografien (Übergang Schule – Beruf)
Gerade junge Menschen benötigen zur Überwindung von Benachteiligungen bei der Ausbildungs- und Beschäftigungssuche konkret auf ihre jeweilige Lebenssituation angepasste Lösungen:
- Jugendliche, die bereits einmal an der 1. Schwelle zum Ausbildungsmarkt gescheitert sind, werden mittels standardisierter Ausbildungsbausteine qualifiziert und geprüft.
- Benachteiligte Jugendliche werden für die Industriebranchen interessiert. Hier werden langfristig die besten Chancen für einen sicheren Ausbildungs- und Arbeitsplatz gesehen.
3. Zukunftsträchtige Arbeit
Orientierungen und Qualifizierungen werden auf zukunftsträchtige Berufe und Beschäftigungen ausgerichtet sein müssen:
- Benachteiligte Jugendliche werden durch Qualifizierung in den Bereichen Nachwachsende Rohstoffe, Ökologie, Gesundheits- und Altenpflege ihre Ausbildungschancen erhöhen können.
- Eine Qualifizierung „Frauen, Technik und mehr!“ in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Salzgitter soll Frauen bessere Einstiegs- und Bewerbungschancen in männerdominierten Berufen ermöglichen.
Das Handlungskonzept sieht insgesamt vor, eine Zusammenarbeit mit dem 2. Salzgitteraner Antragsgebiet, der Ost – und Westsiedlung aufzubauen, um alle Ressourcen und Synergieeffekte zu nutzen.
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Beteiligung
Die Bewohner/innen des Stadtteils und insbesondere die Zielgruppen des Programms sind durch das Netzwerk Fredenberg von Beginn an beteiligt. Notwendige Hilfestellungen für Migrantinnen und Aussiedlerinnen konnten auf diesem Wege erst ermittelt werden. Die Adressaten waren auch an Überlegungen zur Aufstellung eines Handlungskonzeptes und damit dem Aufbau des Lokalen Aktionsplans beteiligt. Adressaten werden an den Begleitausschüssen als ständige Mitglieder teilnehmen und Einfluss auf die Auswahl der Mikroprojekte nehmen können. Ihr alltäglicher und vor allem lebenspraktischer Erfahrungshintergrund wird den weiteren Prozess positiv befördern.
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Netzwerke
Zu diesen Netzwerken zählt die Arbeitsgruppe Sanierung der Stadt Salzgitter mit baulichen und sozialen Fachdiensten, der lokale Arbeitskreis Kinder und Jugend mit allen Stadtteilakteuren (Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sportverein, Polizei, Ortsteilpolitik, Gemeinwesenträger), das Bewohner-Forum und schließlich der Runde Tisch Ausbildung und Beschäftigung, an dem auch die ARGE, die Agentur für Arbeit und weitere Arbeitsmarktakteure teilnehmen.
Die vorwiegend sozialen Netzwerkpartner geben zusätzliches bürgerschaftliches Engagement und Arbeitsinhalte mit ein (Beratung, Betreuung, allg. Hilfeleistungen), die als deutlicher Mehrwert zu begreifen sind.
Die Netzwerke richten sich im Vergleich zum Vorläuferprogramm stärker auf die Gesamtstadt aus und ermöglichen größere Nähe zur Fachverwaltung im Sinne einer optimierten Hilfestellung für die Zielgruppen. Aktivitäten können so schneller mit der Verwaltung und weiteren stadtweit agierenden Unternehmen aufgenommen und umgesetzt werden, um die Beschäftigungswirksamkeit der Maßnahmen zu erhöhen.
Die am Fredenberg aufgebauten Netzwerke, insbesondere aus dem Bereich „Soziale Stadt“, werden zur Optimierung der Maßnahmen (Kultur- und Bildungsmobilität) beitragen.
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