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Diakonie-Treff wurde zur Stätte der Begegnung / Zahlreiche
integrative Projekte und Veranstaltungen
"Ich fühle mich hier angenehm gefangen
genommen. Die Herzlichkeit
der Menschen, die hier tätig sind, ist
wohltuend", schwärmt Oliver Heine
von der Atmosphäre im Haus im
Schinkelweg 8. Er lernte den Treff
als Profiling-Trainer erst vor kurzem
kennen und er schätzt ihn sehr hoch.
So wie ihm ging es schon vielen Besuchern.
Vor über zehn Jahren, als Sabina Scholz
von Haustür zu Haustür ging, um Beratungsangebote
der Diakonie für Spätaussiedler
und Migranten zu unterbreiten,
stand die Beratung im Vordergrund der
Arbeit. Heute hat die Begegnung von
Menschen unterschiedlicher Kulturen
einen wichtigen Stellenwert. "Natürlich
beraten wir nach wie vor – individuell,
leicht erreichbar und ohne Amtscharakter",
sagt Petra Behrens-Schröter, stellvertretende
Leiterin des Diakonischen
Werkes SZ. Diese Mischung mache den
Erfolg der Arbeit aus.
Zu einem echten Treff für alle Bewohner
mit zahlreichen Gruppenangeboten
wurde der Treff durch die Menschen im
Umfeld. "Wir haben stets geschaut, wo
die Fähigkeiten der Menschen, die hier
leben, liegen. Aus diesen Stärken entstanden
Gruppen und Projekte", erklärt
Treff-Mitarbeiterin Natalia Vogel.
Ein Beispiel sind die Nähangebote. Den
ersten Treff - damals in Kooperation mit
der Wohnbau Salzgitter und Hvg Munte
im Schwindweg – richteten die Frauen
nach ihren Vorstellung her, indem sie
Vorhänge und Gardinen, anfertigten.
Daraus entwickelte sich die Textilwerkstatt,
in der unter der fachkundigen Anleitung
Frauen Kleidung ändern und
nähen. Hier wurden Modelle für Modenschauen
angefertigt und in einem
der jüngsten Projekte im Haus, Frauen
und Mädchen zu Hilfsnäherinnen qualifiziert.
Frauengruppe als feste Stütze
Ähnlich wie in diesem LOS-Projekt
lernten andere Frauen zur gleichen Zeit,
kochen sowie warme und kalte Platten
vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit
der benachbarten Grundschule Dürerring
etablierte sich dadurch ein Mittagstisch
Mittagstisch für Kinder.
Seit jeher treffen sich die älteren Frauen
einmal wöchtlich zu ihrer gemütlichen
Erzähl-Runde. Diese Frauengruppe ist
bis heute eine starke Stütze im Diakonie-
Treff. Besonders zu Festen und eigenen
Veranstaltungen kochen und backen
die Frauen unermüdlich und ehrenamtlich.
Am Entstehen des Kochbuches
"Von Alaspannkaka bis Zigarrenbörek"
hatten diese Frauen großen Anteil, denn
sie lieferten nicht nur eigene Rezepte,
sondern probierten alle anderen aus.
Das Kochbuch ist noch immer gefragt
und kann für 6 Euro im Diakonie-Treff
gekauft werden.
Aus entdeckten Talenten
entstehen neue Angebote
Haben Mutter-und-Kind-Gruppen und
der Frauentreff längst ihren festen Platz,
kamen immer wieder neue Angebote
hinzu. Das auf gleiche Weise wie die
ersten Gruppen: Man wurde auf Menschen
mit besonderen Begabungen aufmerksam.
Viktor Keil, Absolvent einer
Kunsthochschule und talentierter Künstler,
leitet nun eine Mal-Gruppe für Kinder
und Erwachsene. Seine Frau Maria
Keil, ausgebildete Musikpädagogin,
übernahm die Leitung des Internationalen
Ensembles, das mit seinen russischen
Liedern bereits viel beachtete Auftritte
hatte. Neu sind auch der Computerkursus
für Senioren und das Sportangebot
für Frauen.
Aus den Fähigkeiten der Menschen
Perspektiven entwickeln, bringt Petra
Behrens-Schröter diese Arbeitsweise
auf den Punkt und sagt: "Wir versuchen,
neue Arbeitsbereiche für die Menschen
zu finden. Wir wollen ihnen Mut machen,
indem wir ihnen Raum geben, ihre
Talente zu entfalten und zu präsentieren.
Das ist der Kern von Integration."
Diese Fähigkeiten schätzen nicht nur
die Besucher im Haus. Aus den Zugezogenen
wurden geschätzte Mitbewohner.
Angebote von Kulinarischem bis
zu Bastelarbeiten und die Dienste der
Nachbarschaftshilfe sind gefragt und
werden gern angenommen.
Wichtiger Partner der Diakonie ist die
HVg Michael Munte. Sie ließ den neuen
Treff mit Unterstützung der Stadt Salzgitter
bauen und gab dem Diakonie-Treff ein
attraktives Zuhause. Soziale Fragen und
Mietangelegenheiten unter einem Dach zu
regeln, mache für beide Seiten Sinn.
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