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Groß und Klein spüren nach ihren Wurzeln
Oberbürgermeister Frank Klingebiel eröffnete das interkulturelle Stadtteilprojekt
WurzelWerke / Künstlerisch-kulturelle Aktionen an 19 Orten
Von gemeinen Wühlmäusen, die die
Buchstaben des Wortes Wurzel bis auf
den kläglichen Rest von einem "rz"
wegnagten, war während der Eröffnungsveranstaltung
des neuesten interkulturellen
Projektes von Fredenberg
Forum e. V. und Stadtteilmanagement
mit dem Titel WurzelWerke als heiterer
litarischer Beitrag zu hören.
Rein biologisch schaute Stadtteilmanager,
Forumsmitarbeiter und Projektvater
Detlev Behrens die Wurzel an. Sie
biete Halt und sei Grundstock für das
Wachstum einer Pflanze, sagte er. Wer
verwurzelt sei, könne sich entfalten.
"Aber viele haben noch Schwierigkeiten,
ihre Kultur und damit ihre Heimat
zu finden. Künstlerisch-kulturelle
Aktionen an 19 Orten am Fredenberg
sind darum ein Angebot zum Mitmachen
für alle Bewohnerinnen und
Bewohner des Stadtteils, um Wurzeln
zu suchen und zu finden."
Von "Zweiheimischen" sprach Dorit
Klüver von der Landesarbeitsgemeinschaft
Soziokultur Niedersachsen in
ihrem Vortrag zum Thema "Heimat
selber machen" und stellte die Frage,
wann für Zugewanderte Fremde zur
Heimat wird. Sie äußerte sich überzeugt,
dass Kultur Gemeinschaft stiftet.
Verwurzelung setze ein mit sozialer
Einbindung. Wer seinen Lebensraum
gestalte, hinterlasse Spuren und
erfahre wie er sein und das Leben
anderer bereichern könne.
Dass die Fredenberger sich auch an
diesem bislang größten interkulturellen
Projekt kreativ beteiligen werden,
ist sich Oberbürgermeister Frank
Klingebiel, der das Projekt offiziell
eröffnete, sicher. Vom Kindergarten bis
zum Seniorentreff werde am Fredenberg
Integration gelebt. Das Projekt
WurzelWerke werde diesen Prozess
verstärken und dazu beitragen, dass
sich neue Wurzeln bilden.
Wo welche Aktionen im Zeitraum von
März bis Juli stattfinden, kann im
Faltblatt zum Projekt nachgelesen werden.
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